Laterale Führung: Wirksam führen ohne Weisungsbefugnis

Laterale Führung bezeichnet das Führen ohne disziplinarische Weisungsbefugnis: Projektleiterinnen, Fachverantwortliche und Expertinnen tragen Verantwortung für Ergebnisse, ohne dass ihnen jemand hierarchisch unterstellt ist. Sie führen über Vertrauen, Verständigung und Kompetenz – nicht über Macht. Laterale Führung gilt als eine der anspruchsvollsten Formen der Zusammenarbeit und wird in Matrixorganisationen, Projekten und agilen Strukturen immer wichtiger.

Warum laterale Führung eigene Entwicklung braucht

Organisationen arbeiten zunehmend in Projekten, Matrixstrukturen und bereichsübergreifenden Netzwerken. Führungsaufgaben werden dabei überall erwartet – aber kaum jemand wird darauf vorbereitet. Während disziplinarische Führungskräfte selbstverständlich Trainings und Programme erhalten, bleiben laterale Führungskräfte in ihrer Sandwichposition oft allein: Verantwortung von oben, Erwartungen von allen Seiten, Befugnisse von nirgendwo.

Genau hier setzt dieses Entwicklungsprogramm an. Es unterstützt die Teilnehmenden dabei, ihre Rolle zu klären, wirksam Einfluss zu nehmen und Zusammenarbeit verbindlich zu gestalten – immer entlang konkreter Führungssituationen aus dem eigenen Arbeitsalltag.

Für wen ist das Programm gedacht?

Das Programm richtet sich an fachliche Führungskräfte, Projekt- und Prozessverantwortliche, Expertinnen und Experten mit Steuerungsverantwortung, Mitarbeitende in Matrix- und Netzwerkorganisationen sowie zukünftige Führungskräfte in Fach- und Expertenlaufbahnen.

Erfahrung, auf die Sie bauen können

Seit über zehn Jahren entwickle ich laterale Führungskräfte in Konzernen und internationalen Organisationen – in großen, mehrmoduligen Entwicklungsprogrammen mit vielen Jahrgängen ebenso wie in kompakten Zwei-Tages-Trainings. Als erfahrene HR Managerin und Autorin (GABAL Verlag) verbinde ich fundierte Modelle mit dem, was im Führungsalltag wirklich trägt: Kommunikation, die Wirkung entfaltet.

Das modulare Entwicklungsprogramm

Die vier Module bauen aufeinander auf. Sie können als gesamte Entwicklungsreihe oder in ausgewählten Kombinationen durchgeführt werden.

Modul 1: Rolle, Haltung und persönliche Wirksamkeit

Die Teilnehmenden klären ihre Rolle als laterale Führungskraft und reflektieren ihr Führungsverständnis. Sie lernen zentrale Instrumente kennen, um Orientierung zu geben, Aufgaben zu steuern und Zusammenarbeit auch ohne formale Macht wirksam zu gestalten.

Inhalte u. a.: Standortbestimmung und Besonderheiten lateraler Führung · Auftrag, Verantwortung und Entscheidungsspielräume klären · Rollen, Aufgaben und Ziele vereinbaren · wirksam Einfluss nehmen und delegieren · konstruktives Feedback geben und annehmen · Rollenübungen und Erfahrungsaustausch

Modul 2: Überzeugen, Interessen managen und Konflikte klären

Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Kollegen und Stakeholdern. Die Teilnehmenden erweitern ihre Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu erkennen, andere für gemeinsame Ziele zu gewinnen und schwierige Situationen konstruktiv zu klären.

Inhalte u. a.: überzeugend auftreten und argumentieren · Motive, Bedürfnisse und Interessen erkennen und zusammenführen · Verhandlungen konstruktiv gestalten, Win-win-Lösungen entwickeln · Konflikte frühzeitig erkennen und ansprechen · schwierige Gespräche sicher führen · Gesprächssimulationen und Erfahrungsaustausch

Modul 3: Teams, Projekte und Netzwerke führen

Der Schwerpunkt liegt auf der Führung von Teams und der Gestaltung bereichsübergreifender Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden lernen, Teamprozesse zu steuern, Perspektiven zu integrieren und gemeinsame Verantwortung zu fördern.

Inhalte u. a.: Entwicklungsphasen und Dynamiken von Teams · gemeinsame Ziele und Spielregeln entwickeln · Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse moderieren · Teamkonflikte konstruktiv bearbeiten · Stakeholder und Schnittstellen einbinden · virtuelle und hybride Zusammenarbeit · Rollenübungen und Erfahrungsaustausch

Modul 4: Veränderungen erfolgreich gestalten

Die Teilnehmenden setzen sich mit ihrer Rolle in Veränderungsprozessen auseinander. Sie entwickeln Strategien, um Veränderungen nachvollziehbar zu kommunizieren, Beteiligung zu ermöglichen und auch unter unsicheren Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.

Inhalte u. a.: Dynamiken und Phasen von Veränderungsprozessen · Stakeholder und Einflussgruppen analysieren · Betroffene zu Beteiligten machen · mit Unsicherheit und Widerstand umgehen · Handlungsfähigkeit bei unklaren Machtverhältnissen sichern · Fallarbeit und Erfahrungsaustausch

Transfer in den Führungsalltag

Der Praxistransfer wird über die gesamte Modulreihe hinweg unterstützt: durch Arbeit an konkreten Praxisfällen, persönliche Entwicklungsziele, Transferaufgaben zwischen den Modulen, Lernpartnerschaften, kollegiale Fallberatung sowie Feedback und Reflexion.

Zwischen den Modulen können optionale Einzelcoachings vereinbart werden – etwa zu Rollenklärung, schwierigen Gesprächen, Umgang mit Widerstand oder persönlicher Wirkung.

Formate

Das Programm passt sich Ihrer Organisation an, nicht umgekehrt:

  • Kompakttraining – ein- oder zweitägig mit ausgewählten Schwerpunkten
  • Modulare Entwicklungsreihe – vier aufeinander aufbauende Module im Abstand mehrerer Wochen
  • Online-Modulreihe – kompakte Online-Einheiten mit Transferaufgaben
  • Individuelles Inhouse-Programm – Auswahl und Kombination der Module nach Ihren Zielen

Je nach Zielgruppe lassen sich Zusatzthemen integrieren, etwa Stakeholdermanagement, Moderation, Macht und informelle Strukturen, Resilienz oder interkulturelle Zusammenarbeit. Alle Formate sind auch auf Englisch verfügbar.

Häufige Fragen zur lateralen Führung

Was bedeutet laterale Führung?
Laterale Führung ist Führung ohne disziplinarische Weisungsbefugnis. Laterale Führungskräfte – etwa Projektleitungen oder Fachverantwortliche – erreichen Ergebnisse über Vertrauen, Verständigung und fachliche Überzeugungskraft statt über hierarchische Macht.

Was ist der Unterschied zwischen lateraler und disziplinarischer Führung?
Disziplinarische Führungskräfte können anweisen, beurteilen und über Personalfragen entscheiden. Laterale Führungskräfte haben diese formalen Machtmittel nicht – sie müssen Menschen für Ziele gewinnen. Das macht laterale Führung kommunikativ deutlich anspruchsvoller.

Für wen ist ein Training zu lateraler Führung sinnvoll?
‚Für alle, die ohne Vorgesetztenfunktion Verantwortung tragen: Projekt- und Prozessverantwortliche, fachliche Führungskräfte, Expertinnen und Experten mit Steuerungsverantwortung sowie Mitarbeitende in Matrix- und Netzwerkorganisationen.

Kann man laterale Führung lernen?
Ja. Rollenklärung, Einflussnahme, Verhandlungs- und Konfliktkompetenz sind erlernbare Fähigkeiten. Entscheidend ist der Praxistransfer: an echten Fällen arbeiten, ausprobieren, Feedback erhalten – deshalb ist das Programm modular mit Transferaufgaben aufgebaut.

Wie lange dauert das Programm?
Das ist flexibel: vom zweitägigen Kompakttraining bis zur viermoduligen Entwicklungsreihe über mehrere Monate. Umfang und Kombination der Module richten sich nach Zielgruppe und Zielen Ihrer Organisation.

Gibt es das Programm auch online oder auf Englisch?
Ja, beides. Das Programm ist als Online-Modulreihe durchführbar und alle Inhalte sind auch auf Englisch verfügbar.

Nächster Schritt

Sie möchten laterale Führungskräfte in Ihrem Unternehmen stärken? In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Zielgruppe, Ziele und das passende Format.

Kontakt: info@KatjaIschebeck.de