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Ein Appell für mehr Vielfalt und Inklusion

“Commited to all cultures, colors, characters, and conditions of man”

Mit diesem leidenschaftlichen Appell für Vielfalt und Inklusion war Amanda Gorman der eigentliche Star der Inauguration von Joe Biden am 20. Januar 2021.

Das bewegende Gedicht der 22-jährigen Harvard Studentin finden Sie im Wortlaut hier:

Die Soziologin reflektiert das Thema vor dem aktuellen Geschehen in den USA. Sie appelliert an uns, uns auf das zu fokussieren, was „vor uns und nicht zwischen uns steht“. Ein Aufruf, der nicht nur für die USA sondern auch den Rest der Welt relevant und aktuell ist.

Wie können wir zu einer Menschheit zusammenwachsen? Wie können wir Vielfalt nutzen? Und was können wir konkret gegen Vorurteile und Diskriminierung tun?

Vielfalt

 

Ein Blick in unser Gehirn und die psychologische Forschung liefert hier einige interessante Ansätze. Um in einer komplexen Welt handlungsfähig zu sein, filtert unser Gehirn die wichtigsten Informationen heraus und interpretiert diese. Wir nutzen Erinnerungen und Vereinfachungen bis hin zu Stereotypen, um Ordnung zu schaffen und Entscheidungen zu treffen. Diese Vorgänge erfolgen sehr schnell und unbewusst – und meistens äußerst effizient. Jedoch können sie auch zu kognitiven Verzerrungen, den sogenannten Unconscious Bias, führen, die dann in fehlerhaften unbewussten (Vor-) Urteilen und Entscheidungen münden.

Die Folgen sind vielfältig und gewaltig: Wir nehmen nur wahr, was am besten zu unseren Vorstellungen passt (Konformitätsbias), wir bevorzugen Personen, die uns ähnlich sind (Affinitätsbias) und grenzen andere aus (Outgroup-Effekte). Und natürlich halten wir uns dabei für vollkommen objektiv (Blind Spot Bias)!

Über 200 Denkfallen wurden bisher identifiziert, die unsere Entscheidungen beeinflussen. In der Folge dieser kognitiven Verzerrungen übersehen wir Menschen und Handlungsoptionen, die nicht in unser Bild passen. Effektivität, Diversität, Innovationen und respektvolles Miteinander gehen anders!

Wie kommen wir zu mehr Diversity und Inklusion? Zwei Ansätze, die am bestem in Kombination funktionieren: 

  1. Die eigenen unbewussten Denkmuster und Unconscious Bias im Rahmen von unseren Workshops erkennen, hinterfragen und bewusst verändern. Eine Kultur des Bewusstseins und der gemeinsamen Verantwortlichkeit schaffen.
  2. Die Prozesse in Unternehmen vorurteilsfreier gestalten: Das beginnt beim Zusammenstellen von Teams bis hin zum Hinterfragen von HR-Prozessen in Bezug auf Einstellungen, Talentmanagement und Beförderungen.

Nutzen wir gemeinsam die Chancen für bessere Entscheidungn und Diversitätsintelligenz!

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