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Wie strukturiere ich ein Konzept?

Zu Beginn der Konzeptarbeit haben Sie Ziele geklärt, Zusammenhänge erforscht, recherchiert, Ideen generiert und viele Informationen angehäuft. Nun gilt es Ordnung ins Chaos zu bringen. Was ist in der Phase der Strukturierung wichtig? Und wie können wir sinnvoll Struktur schaffen?

„Mache die Dinge so einfach wie möglich - aber nicht einfacher!“

Albert Einstein

Unser Gehirn liebt Ordnung. Räumen wir also auf!

Bezogen auf die Konzeptentwicklung heißt das nun: Gehen Sie gehirngerecht vor. Legen Sie zuerst den Fokus und die Struktur fest, bevor Sie an die Details gehen!

Aufbau eines schlüssigen Gedankengebäudes

 

1. Kernbotschaft herauskristallisieren

Verdichten Sie nun die gesammelten Ergebnisse zu einer Kernbotschaft. Die Kernbotschaft ist die gefundene zentrale These oder Lösung für Ihre Aufgabe. Sie ist die Antwort auf die Frage: Worauf wollen Sie eigentlich hinaus? Diese Antwort darauf bildet die Basis, auf der das Gerüst des Konzeptes aufgebaut, ausformuliert und immer wieder überprüft wird. Auch im späteren Verlauf der Konzeptphasen wird die Kernbotschaft Ihnen sehr nützlich sein, da sie sich hervorragend für die punktgenaue Kommunikation eignet. Vorab bringen Sie jedoch erst einmal Ihre eigenen Gedanken auf den Punkt!

2. Kernstruktur entwickeln

Ausgehend von Ihrer Kernbotschaft entwickeln Sie nun die Kernstruktur Ihres Gedankengebäudes. Sie bestimmt, wie schlüssig Ihr Konzept sein wird und bildet den roten Faden Ihres Konzeptes.

Für den Bau eines stabilen Gedankengebäudes können Sie eine pyramidale Struktur nutzen. Die Kommunikationspyramide lenkt sehr gezielt die Aufmerksamkeit und ist logisch. Darüber hinaus ist die Pyramide eines der stabilsten Bauwerke der Welt. Die Pyramiden sind übrigens das einzige der sieben Weltwunder der Antike, das noch erhalten ist. Das Besondere an der Bauweise ist, dass jeder Stein auf mindestens zwei anderen Steinen sitzt. Damit erhält das Bauwerk Stabilität und kann hervorragend Anfechtungen jeder Art (Unwetter, Zweifler und Kritiker usw.) trotzen.

Die Unternehmensberaterin Barbara Minto, die die sogenannte pyramidale Kommunikation entwickelt hat, empfiehlt für den Aufbau einer Kernstruktur ein Top-down-Vorgehen. Top-down geht vom Abstrakten, Allgemeinen, Übergeordneten schrittweise hin zum Konkreten bzw. Speziellen. Sie nehmen also Ihre Kernthese und leiten daraus Ihre nächsten Aussagen ab. Deduktion heißt dieses Vorgehen und meint den Schluss vom Allgemeinen auf das Besondere.

3. Details darstellen

Dann erst – und wirklich erst dann – gehen Sie an die Details und arbeiten diese empfängerorientiert aus!
Stellen Sie also das Ergebnis in den Vordergrund und lassen den Leser oder Zuhörer Ihre schlüssige Argumentation nachvollziehen. Dieses sinnvolle Top-down-Prinzip hat sich aber in unserer Kommunikation erstaunlicherweise noch nicht vollständig durchgesetzt. Oft muss man sich durch lange Texte oder Präsentationen quälen, bevor man versteht, worum es überhaupt geht. Nicht immer schafft man es mit wachem Verstand bis dahin.

Machen Sie es besser. Kommunizieren Sie gehirn- und empfängergerecht. Darüber hinaus bieten die, in meinem Buch „Erfolgreiche Konzepte“ vorgestellten Konzeptvorlagen, ebenfalls eine hilfreiche Strukturierungshilfe.

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